Präsentation

Unser Wahlsystem

Am 14. Oktober 2012, dem zweiten Sonntag im Oktober, begibt sich der Bürger zu den Urnen, um die Mandatsträger, die den Gemeinderat bilden, und um jedoch auch die Mandatsträger, die den Provinzialrat bilden, zu wählen.

Wählen ist eine demokratische Bürgerhandlung, durch die Sie sich als Akteur zeigen, der die Zukunft seines Lebensrahmens mitgestaltet.

Wählen bedeutet, die Demokratie mit Leben zu erfüllen.

Jede Stimme zählt. Jeder Wähler hat eine Stimme.

Genauer gesagt werden die grundlegenden Elemente des belgischen Wahlsystems durch die Verfassung festgelegt.

Die Wahlen erfolgen auf der Grundlage der verhältnismäßigen Vertretung (die zu besetzenden Sitze werden den Listen proportional zur Anzahl der Stimmen zugeordnet, die sie erhalten haben). Die Abstimmung ist der Ausdruck der Stimme des Wählers, seine persönliche Wahl und seine Präferenz zwischen den Kandidaten oder Kandidatenlisten. Der Wähler muss seine Stimme persönlich abgeben. Einige Wähler können sich, unter bestimmten Bedingungen, bis und in der Wahlkabine begleiten lassen und sogar einem anderen Wähler Vollmacht erteilen, in ihrem Namen und auf ihre Rechnung zu wählen.

Die Abstimmung ist geheim und obligatorisch für alle belgischen Bürger, die spätestens am Tag der Wahl 18 Jahre alt sind und eine Reihe an Bedingungen erfüllen. Die Staatsangehörigen anderer Mitgliedstaaten der Europäischen Union und die Staatsangehörigen von Drittstaaten genießen bei den Kommunalwahlen das Wahlrecht nur, sofern bestimmte Bedingungen erfüllt werden. Sobald die Registrierung abgeschlossen ist, wird die Abstimmung für jeden belgischen Bürger obligatorisch.

Der Wähler wählt in der Gemeinde, in der er spätestens am 31. Juli 2012 in das Wählerregister eingetragen ist. Das Register kann von jedem Wähler eingesehen werden und diesbezügliche Beschwerden können eingelegt werden, wenn der Wähler erachtet, unberechtigterweise eingetragen, ausgelassen oder aus dem Register gestrichen worden zu sein, oder wenn er achtet, dass die Angaben im Register falsch sind. Die Beschwerde kann bis zum 12. Tag vor der Wahl beim Gemeindekollegium eingereicht werden. Die Entscheidung des Kollegiums unterliegt einem Einspruch beim Appellationshof.

Durch die Eintragung im Nationalregister wird der Versand eines personalisierten Aufforderungsschreibens durch das Gemeindekollegium an jeden Wähler bewirkt. Dieses Schreiben enthält verschiedene Angaben einschließlich der Anschrift des Wahllokals, in dem der Wähler erscheinen muss.